t.V. Hollenburg zu Ferlach

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Von den vielen Burgen, die Kärnten aufweist, ist die Hollenburg→ eine der schicksalsreichsten. Wie schon in älteren Zeiten, war diese Burg in den letzten Jahrzehnten wieder von Bedeutung, da sie, ganz abgesehen von der strategisch hervorragenden Lage, die einzige Burg im südlichen Kärnten ist. Von ihr blickt man auf das herrliche Rosental, das im Süden von den hartumkämpften Karawanken abgeschlossen wird.geschichtlichte Zeichnung der Hollenburg

Von Rosenbach bis an den Freibach und bis auf die Höhe der Sattnitz reichte einst das Hollenburger Landgericht, dessen Richtstätten sich auf dem Weg zur Drau noch heute leicht erkennen lassen.

Die Hollenburg, die zu den ältesten Burgen Kärntens zählt, wurde um das Jahr 1120 von jenem steirischen Marktgrafen gegründet, der das Rosental vom Geschlecht der Stifter von Ossiach geerbt und die Sattnitz vom Erzbistum Salzburg zu Lehen bekommen hatte. Die Höhlen in der Sattnitz gaben der Burg den Namen. Die Dienstmannen, die er dort eingesetzt hatte, zählten zu den mächtigsten Geschlechtern des Landes.

Im Jahr 1238 kam die Burg durch Erbschaft an die Pettauer, die die Herrschaft von Afterlehnsmannen verwalten ließen. Der letzte Pettauer nahm einen Stubenberger zum Verwalter, und da dieser an einer Verschwörung gegen den Kaiser Friedrich III., den Vater Maximilians, beteiligt war, nahm der Landesverweser Sigmung Kreuzer dies zum Anlaß, die Burg, die ihm die Loiblstraße sperrte, für den Kaiser einzunehmen,

Die Geldnot Kaiser Friedrichs III. hatte zur Folge, dass ein Verwalter den anderen ablöste, bis im Jahre 1509 dessen Sohn Kaiser Maximilian die Burg an seinen Liebling Sigmund von Dietrichstein versetzte und schließlich im Jahre 1514 an diesen verkaufte.

Sigmund von Dietrichstein, der zu den bedeutendsten Edelleuten Kärntens zählte, führte als Landeshauptmann von Steiermark das steirische Aufgebot in den Bauernkriegen der Jahre 1514 und 1525 und war Begründer des St. Christophordens, der sich unter anderem zur Aufgabe gesetzt hatte, Fluchen und Trinken zu bekämpfen.

Sein Sohn Sigmund Ludwig setzte den Bau vierzig Jahre später fort. Über den spätgotischen Rittersaal ließ er einen mit drei luftigen, mit Säulen geteilten Renaissancefenstern ausgestatteten zweiten Saal errichten und schloss an den spätgotischen Südwestbau beiderseits Wohngebäude mit Bogengängen an.